ARTUR 2013: Fränkische Künstler öffnen ihre Ateliers

Bei der "ARTUR 16" öffnen 21 fränkische Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers. Hier Arbeiten von Christiane Toewe. Foto: Heidi Höhn
Bei der "ARTUR 16" öffnen 21 fränkische Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers. Hier Arbeiten von Christiane Toewe. Foto: Heidi Höhn

Dort wo sonst gemalt, geflechst, getöpfert oder graviert wird, ist an diesem Wochenende alles fein herausgeputzt. Bei den Ateliertagen des Berufsverbands Bildender Künstler Oberfranken unter dem Titel "ARTUR 16" gewähren am 21. und 22. September 21 Künstlerinnen und Künstler Einblick in ihre Ateliers. Mit viel Liebe zum Detail haben die Bildhauer, Maler, Fotografen, Keramiker und Grafiker ihre aktuellen Arbeiten im Ambiente ihres Entstehungsprozesses in Szene gesetzt. Die interessierten Besucher können im Gespräch mit den Künstler/innen erfahren, in welcher Technik die Werke entstehen und welche Gedankenarbeit dahinter steckt. Neben vielen Inspirationen warten die Künstler auch mit Erfrischungen und kleinen Leckerbissen auf. Und so ist "ARTUR" auf jeden Fall einen Ausflug wert: Am Sonntag, 22. September, sind die Ateliers nochmals geöffnet, von 11 bis 18 Uhr.

 

In Bamberg alles ganz nah

Ich habe mich diesmal für einen Ausflug nach Bamberg entschieden, weil dort die meisten Teilnehmer der Ateliertage sozusagen in "Laufweite" sind. Und wie es immer so ist, man schaut und plaudert und die Zeit geht um wie im Flug. Deshalb hier nur eine kleine Auswahl, die anderen Kollegen mögen bitten nicht böse sein!

 

Die Objektkünstlerin Christiane Toewe strahlt bei "ARTUR" mit ihrem neuen Atelier um die Wette. der lichtdurchflutete Neubau auf zwei Etagen bietet der Keramikerin nicht nur eine wunderbare Atelierfläche rund um  das Herzstück, den Brennofen. Es hat auch genügend Platz, um die wunderschönen Porzellanobjekte zur Geltung zu bringen. Hauchzartes weißes Porzellan wird mit verschiedenartigen Durchbrüchen und Mustern versehen, durch die das Licht strahlen kann. Neben den Einzelobjekten erarbeitet Christiane Toewe auch Installationen wie zum Beispiel die Arbeit "Take Care" aus 142 personalisierten Schaukelschalen, die soziales Miteinander symbolisieren.

 

Im Bamberger Hain hat der Bildhauer Adelbert Heil sein neues Atelier im ehemaligen Musikpavillon bezogen. In der Rotunde zeigt er an diesem Wochenende seine Skulpturen aus Eisenguss. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht der Mensch in seinen vielfältigen Beziehungen. Den Auszug aus dem alten Atelier thematisiert Adelbert Heil unter dem Titel "Aus dem Häuschen". Derzeit beschäftigt ihn eine Skulptur mit dem Titel "Jeder trägt seine Eltern", quasi ein dreidimensionaler Stammbaum.

 

Einen Ort voller Geschichte hat die Erlanger Zeichnerin und Bildhauerin Gudrun Besslein-Bauer an der Nonnenbrücke in ein Galerie-Museum verwandelt. Wo ihr Großvater und ihr Vater als Bildhauer tätig waren, bezog am 1. Dezember 1808 der berühmte Dichter E. T. A. Hoffmann sein erstes Quatier in Bamberg. Für die Besucher der Ateliertage spannt sich ein außergewöhnlicher historischer Bogen bis hin zu den zeitgenössischen Arbeiten von Gudrun Besslein-Bauer. Obgleich man hier - meist mehrteilige - Arbeiten auf Karton sieht, erobern die vielfältigen Schichtungen in zarten Farben, Pigmenten und Naturmaterialien wie Schelllack und Leinöl vorsichtig die dritte Dimension.

 

Ein Stückchen weiter Regnitzaufwärts hat Susanne Braun in einem sanierten Stadthaus ihren Platz gefunden. Die Keramikerin unternimmt Grenzgänge, die man so nicht erwartet. Zwar macht sie aus Feinsteinzeug hier und da noch Geschirr und andere Gebrauchskeramik, das Hauptaugenmerk richtet sie gedoch auf die Skulptur. "Stachelwesen" mit weißer oder schwarzer Glasur oder gar ein ziemlich stacheliger Stuhl ("Spitzenplatz") ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Arbeitet die Künstlerin hier viel mit Licht und Schatten, treibt sie es in anderen Objekte verspielt-bunt. Ihr Motto ist: "Man darf sich nicht einengen lassen!", und so verlässt sie die ehernen Pfade des Handwerks indem sie mit farbenfroher Acrylbemalung auf dem rohen, gebrannten Steinzeugscherben experimentiert. Doch draußen im Garten hat alles wieder seine Ordnung: Glasierte, großformatige Keramiken, die dem Wetter trotzen.

 

Fotogalerie siehe "Mehr lesen".

 

"ARTUR 16", 21. und 22. September 2013. Am Sonntag geöffnet von 11 bis 18 Uhr.

Weitere geöffnete Ateliers in Bamberg, Hallstadt, Gundelsheim, Kronach,  Bayreuth, Coburg, Münchberg, Presseck und Kulmbach.

Weitere teilnehmende Künstler: Gabriele Günther, Mathias Börner, Heidrun Schimmel, Monika Meinhart, Hans Kronenberg, Waltraud Scheidel, Peter Schoppel, Andrea Partheymüller-Gerber, Carla Schmidhuber, Margit Rehner, Brigitte Böhler, Gudrun Schüler, Benno Noll, Kerstin Amend-Pohlig, Udo Rödel, Günther Wolfrum, Angelika Gigauri.

 

Alle Künstleradressen unter: www.bbk-bayern.de/obf

 

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Neuerscheinung

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19,90 €, ISBN 978-3-

95654-474-3.

Presseschau

Der Coburger Lokalsender Radio Eins hat in seiner Rubrik "Menschen aus der Region" ein Interview mit der Autorin Heidi Schmitt geführt. Einen Zusammenschnitt des Gesprächs finden Sie unter:

http://www.radioeins.com/mediathek/kategorie/audiothek/audio/menschen-thueringen-reisefuehrer-autorin-heidi-schmitt/

Fränkische Nachrichten, 17.6.2017:

"Heidi Schmitt vermittelt ausführlich die kulturellen Höhepunkte, die neben Weimar als Wiege der deutschen Klassik und Erfurt mit dem imposanten Dom viele kleine beachtenswerte Schätze in sich vereinen. ... Die wunderbar zu lesenden Beschreibungen sind ergänzt durch viele hilfreiche und sehr detaillierte Informationen und Tipps."

 

Neue Presse Coburg

6.4.2017:

"Die Schönheiten, Schätze und Spezialitäten Thüringens stellt die Coburger Autorin Heidi Schmitt in einem opulenten Reisehandbuch vor"

 

Coburger Tageblatt, 30.3.2017:

"Detailreiches Loblied auf Thüringen"

Leserstimmen

"Wertvolle Hilfe"

"Wir haben eine Woche Thüringen bereist, und da war der Führer eine wertvolle Hilfe. Besonders der Tipp Kartoffelkeller in Eisenach war so gut, daß wir gleich zweimal dorthin gingen. Vielen Dank.

Hasso v. Samson, Hannover

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