Lauscha: 50 Jahre Studioglas

Volkard Precht (links) an seinem Studioofen. Foto: privat
Volkard Precht (links) an seinem Studioofen. Foto: privat

Wer an Studioglas denkt, hat als erstes die Entwicklungen durch Harvey Littleton und Domick Labino im Kopf. Der Künstler und der Wissenschaftler tüftelten in den 1960er Jahren in den USA  mit ihren Studioöfen eine Möglichkeit aus, wie sich Künstler in der Bearbeitung des heißen Glases von den Glashütten unabhängig machen konnten. In verschiedenen Workshops in Toldeo, Ohio, entstand mit anderen Künstlern die Keimzelle für die Internationale Studioglasbewegung. Erwin Eisch aus Frauenau brachte die frischen Ideen mit in den Bayerischen Wald. Rosemaire Lierke, die ab 1968 bei Dreisbach und Schmidt am Labino-Ofen in Toledo studierte, nahm die Anregegungen in den Taunus mit. Und so weiter.

 

Dass auch andernorts ähnliche Entwicklungen stattfanden, daran erinnert jetzt eine Ausstellung im Thüringischen Lauscha. Unter dem Titel " 50 Jahre Studioglas in Europa - Impulse aus Lauscha" werden im dortigen Glasmuseum Werke derjenigen Künstler gezeigt, die mit ihren Studioöfen in der DDR neue Wege beschritten. Volkhard Precht, der wie seine Kollegen Hartmut Bechmann und Günter Knye ganz traditionell mit dem Lampenglas begann, baute 1963 seinen ersten Studioofen. Hier konnten nun Arbeiten, die an der Lampe vorbereitet worden waren, durch Überfänge aus heißem Glas, Einblasungen oder Applikationen mit neuen formalen und gestalterischen Aspekten versehen und neue, eigenständige Studioarbeiten entwickelt werden.

 

Wie weit die Impulse dieser Studio-Arbeit in der ehemaligen DDR gehen konnten, soll diese Ausstellung darstellen. Neben Exponaten aus der Entstehungszeit der Studioglasbegewegung sind zeitgenössische Arbeiten von über 70 Künstlern zu sehen, die den Blick auf den europäischen Kontext weiten. Vor allem großformatige Werke, die im Museum keinen Platz gefunden hätten, werden im Rahmen eines "Glass Walk" in den Geschäften entlang der Hauptstraße in Lauscha in Szene gesetzt. Der Förderkreis des Museums für Glaskunst Lauscha e. V. unterstützte nicht nur die Ausstellung im Museum, sondern auch die Herausgabe einer Publikation zur Ausstellung.

 

Die Ausstellung "50 Jahre Studioglas in Europa - Impulse aus Lauscha" ist bis zum 3. November im Museum für Glaskunst Lauscha, Oberlandstraße  10 zu sehen (Öffnungszeiten: Di. bis So. 11 bis 16 Uhr).

Das "Glass Walk" ist Tag und Nacht zu sehen.

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19,90 €, ISBN 978-3-

95654-474-3.

Presseschau

Der Coburger Lokalsender Radio Eins hat in seiner Rubrik "Menschen aus der Region" ein Interview mit der Autorin Heidi Schmitt geführt. Einen Zusammenschnitt des Gesprächs finden Sie unter:

http://www.radioeins.com/mediathek/kategorie/audiothek/audio/menschen-thueringen-reisefuehrer-autorin-heidi-schmitt/

Fränkische Nachrichten, 17.6.2017:

"Heidi Schmitt vermittelt ausführlich die kulturellen Höhepunkte, die neben Weimar als Wiege der deutschen Klassik und Erfurt mit dem imposanten Dom viele kleine beachtenswerte Schätze in sich vereinen. ... Die wunderbar zu lesenden Beschreibungen sind ergänzt durch viele hilfreiche und sehr detaillierte Informationen und Tipps."

 

Neue Presse Coburg

6.4.2017:

"Die Schönheiten, Schätze und Spezialitäten Thüringens stellt die Coburger Autorin Heidi Schmitt in einem opulenten Reisehandbuch vor"

 

Coburger Tageblatt, 30.3.2017:

"Detailreiches Loblied auf Thüringen"

Leserstimmen

"Wertvolle Hilfe"

"Wir haben eine Woche Thüringen bereist, und da war der Führer eine wertvolle Hilfe. Besonders der Tipp Kartoffelkeller in Eisenach war so gut, daß wir gleich zweimal dorthin gingen. Vielen Dank.

Hasso v. Samson, Hannover

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