Fröhlicher Totentanz: Die Galerie Ritterswürden

Einzelne Elemente aus vor der Lampe gebformtem Glas montiert Hermann Ritterswürden zu hintergründigen Skulpturen.Fotos: Heidi Höhn
Einzelne Elemente aus vor der Lampe gebformtem Glas montiert Hermann Ritterswürden zu hintergründigen Skulpturen.Fotos: Heidi Höhn

Eine kulTOUR durch den Bayerischen Wald führt Glasliebhaber auch nach Zwiesel. Seit dem 15. Jahrhundert heißt es hier "Fein Glas und gut Holz sind Zwiesels Stolz". Die lange Glasmachertradition findet auch heute ihren Niederschlag. Hier feiert man Glastage und eine Glasnacht. Hier bringt die renommierte Glasfachschule innovativen Glasmachernachwuchs hervor. Vor dem Werk der Zwiesel Kristallglas AG steht seit 2007 eine rekordverdächtige Kristallglaspyramide. Ein Skulpturenweg vereint Glas- und andere Künste. Und über alles regiert natürlich eine Glaskönigin. Ein echter Insidertipp ist aber die Galerie von Hermann Ritterswürden. Der Glaskünstler und seine Frau Alexandra Geyermann zeigen im mit viel Liebe renovierten ehemaligen Forstamt auf zwei Etagen neben eigenen Werken Kunst und Kunsthandwerk zahlreicher weiterer Künstler.

 

Gleich vorne am Eingang hat der gelernte Glasapparatebauer und Glasgestalter Hermann Ritterswürden sein Atelier. Nebenan schnurren die Schleifmaschinen, mit denen Alexandra Geyermann ausdrucksstarke Bilder in Glas zeichnet. Gegenüber im Hauptraum im Erdgeschoss begrüßen die Skulpturen des Hausherrn den Besucher. Ritterswürden arbeitet "vor der Lampe", das heißt am Gasbrenner. Aus Borosilikatglas, das er zum Beispiel mit Metalloxiden einfärbt, formt er die einzelnen Bestandteile für seine Skulpturen. Diese werden schließlich mit Silberdraht zu Figuren montiert. Auf diese Weise entstehen - oft nach Vorbildern aus Literatur und Musik - Totentänze oder hintergründige Einzelfiguren. Manchmal fügt Ritterswürden seinen Skulpturen gefundene Objekte  wie Muscheln bei. Ein gedeckter Tisch im Obergeschoss kredenzt gar manch anderes Meeresgetier - Erinnerungen an die norddeutsche Herkunft.

 

Die Galerie im Forstamt, Alfons-Maria-Daiminger-Straße 12, gleich neben der Zwieseler Stadtkirche, ist geöffnet Dienstag bis Freitag von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 13 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.

 

www.ritterswuerden-glas.de

www.zwiesel.de

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Neuerscheinung

Reiseführer Thüringen, von Heidi Schmitt, Michael Müller Verlag, 416 Seiten und herausnehmbare Karte,

19,90 €, ISBN 978-3-

95654-474-3.

Presseschau

Der Coburger Lokalsender Radio Eins hat in seiner Rubrik "Menschen aus der Region" ein Interview mit der Autorin Heidi Schmitt geführt. Einen Zusammenschnitt des Gesprächs finden Sie unter:

http://www.radioeins.com/mediathek/kategorie/audiothek/audio/menschen-thueringen-reisefuehrer-autorin-heidi-schmitt/

Fränkische Nachrichten, 17.6.2017:

"Heidi Schmitt vermittelt ausführlich die kulturellen Höhepunkte, die neben Weimar als Wiege der deutschen Klassik und Erfurt mit dem imposanten Dom viele kleine beachtenswerte Schätze in sich vereinen. ... Die wunderbar zu lesenden Beschreibungen sind ergänzt durch viele hilfreiche und sehr detaillierte Informationen und Tipps."

 

Neue Presse Coburg

6.4.2017:

"Die Schönheiten, Schätze und Spezialitäten Thüringens stellt die Coburger Autorin Heidi Schmitt in einem opulenten Reisehandbuch vor"

 

Coburger Tageblatt, 30.3.2017:

"Detailreiches Loblied auf Thüringen"

Leserstimmen

"Wertvolle Hilfe"

"Wir haben eine Woche Thüringen bereist, und da war der Führer eine wertvolle Hilfe. Besonders der Tipp Kartoffelkeller in Eisenach war so gut, daß wir gleich zweimal dorthin gingen. Vielen Dank.

Hasso v. Samson, Hannover

Weiterhin erhältlich:

Heidi Höhn, André Gutgesell (Hrsg.):

"Kunst aus der Flamme - Zeitgenössisches Lampenglas in Europa"

140 Seiten, zahlreiche Farbfotos, 19,95 €

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